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Eindämmung von COVID-19: Saarland verabschiedet Ausgangsbeschränkung

Pressemitteilung vom 20.03.2020 - 19:05 Uhr

Die saarländische Landesregierung verschärft zur Eindämmung des Coronavirus die Maßnahmen. Der Ministerrat hat am Freitag (20.03.20) eine Allgemeinverfügung für eine Ausgangsbeschränkung verabschiedet sowie die sofortige Schließung von Restaurants für Gäste verfügt, sodass nur noch Abverkauf oder Lieferung erlaubt sind.

Mit Ablauf des heutigen Freitags bis einschließlich 3. April 2020 ist das Verlassen der eigenen Wohnräume nur noch in bestimmten Fällen erlaubt. Dazu gehören unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arztbesuche, Hilfe für andere oder Sport und Bewegung an der frischen Luft – aber nur alleine, einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit den Personen, die im selben Haushalt leben.

Ministerpräsident Tobias Hans: „Die letzten Tage haben gezeigt, dass sich die meisten Saarländerinnen und Saarländer absolut vorbildhaft verhalten und der Zusammenhalt bei uns nicht nur eine leere Worthülse ist. Leider gibt es aber nach wie vor zu viele, bei denen unsere Appelle auf taube Ohren gestoßen sind. Bei allen Überlegungen stand für uns der Schutz und die Gesundheit der Menschen im Saarland immer an allererster Stelle. Deshalb gehen wir jetzt auch diesen weiteren Schritt – auch, wenn uns der Entschluss dazu alles andere als leichtgefallen ist. Das Saarland steht als Grenzregion und vor allem der Nähe zum Risikogebiet Grand Est vor anderen Herausforderungen. Wir sind deshalb zu dem Entschluss gekommen, dass wir nicht länger warten können, sondern sofort und konsequent handeln müssen. Mir ist bewusst, dass wir den Saarländerinnen und Saarländern mit dieser Entscheidung vieles abverlangen. Wir sperren niemanden zuhause ein, gemeinsame Spaziergänge etwa in der Familie mit Abstand zu anderen bleiben weiter möglich. Und natürlich dürfen auch zum Beispiel Kinder in getrenntlebenden Familien weiterhin beide Elternteile sehen. Trotzdem ist es ein harter Einschnitt in unseren lieb gewonnenen Alltag. Aber: Ich bin überzeugt, dass wir auch diese Situation meistern, wenn wir weiterhin zusammenhalten. Wir werden nicht zulassen, dass uns dieser Virus auseinanderdividiert und gewinnen wertvolle Zeit zur Versorgung von schwer kranken Personen.“

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: „Dies ist die wohl schwerste Entscheidung, seit ich Regierungsverantwortung trage. Mit der Ausgangsbeschränkung schränken wir wesentliche Freiheiten ein. Und dennoch halte ich diese Maßnahmen für absolut notwendig. Denn immer noch halten sich Einige nicht an die bisherigen Regeln. Wir können nicht zulassen, dass die Unvernunft Weniger die Gesundheit sehr Vieler gefährdet. Zusammenhalt äußert sich in diesen Tagen durch Distanz und Abstand halten. Angenehm ist das nicht, was wir jetzt machen müssen, aber es ist das Richtige. Es geht um Menschenleben, deshalb müssen wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen und zugleich das Gesundheitssystem weiter aufstocken.“

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Covid-19-Krise: Bürger helfen Bürgern

Zusammenhalt in Zeiten des Corona-Virus: In den Blieskasteler Stadtteilen werden individuelle Hilfen für beeinträchtigte Personengruppen organisiert.

Die Ausbreitung des Corona-Virus wird in den nächsten Wochen unser soziales Miteinander vollständig verändern. Schon jetzt sind Grenzen geschlossen, Schulen, Kindergärten und andere öffentliche Einrichtungen haben ihren Betrieb eingestellt, öffentliche Dienstleistungen wurden zwangsläufig eingeschränkt, um Kontakte und damit Übertragungsmöglichkeiten des gefährlichen Virus zu verringern. Landesregierung, Landrat und die Blieskasteler Stadtverwaltung stehen ständig in engem Kontakt, um alles zu veranlassen, was seitens der Behörden zur Eindämmung bzw. Verlangsamung der Ausbreitung des heimtückischen Virus möglich ist. Bürgermeister Bernd Hertzler hat einen Arbeitsstab eingerichtet, bei dem alle wesentlichen Informationen gebündelt und die erforderlichen Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden.

Viele private Kontakte werden in den nächsten Tagen und Wochen nur noch eingeschränkt möglich sein. Besonders schwierig wird dies für Menschen sein, die aufgrund ihres Alters, bestehender Beeinträchtigungen oder weil sie als Alleinstehende keine unterstützenden Angehörigen haben, die im Fall der Fälle helfen können. Staatliche Behörden und die Menschen dieses Landes stehen in dieser schwierigen Situation zusammen!

Im Stadtteil BREITFURT sind der städtische Beigeordnete Guido Freidinger (0177/3001248), Ortsvorsteher Martin Moschel (0151/12224151), sein Stellvertreter Christoph Brengel (0178/3993893) und der Vorsitzende der AG Breitfurter Vereine, Hubert Zickwolf (0176/83527750), im Begriff für die Breitfurter Mitbürger/innen eine lokale Hilfestruktur aufzubauen, über die sich einerseits Menschen, die nachbarschaftliche Hilfe anbieten wollen, melden können und andererseits auch Bedarf an Hilfe und Unterstützung (z.b. für infizierte bzw. für Personen in privater Quarantäne) beispielsweise zur Versorgung mit lebensnotwendigen Medikamenten oder Lebensmitteln gemeldet werden kann. Auch wer aktiv mithelfen möchte oder hilfebedürftige Personen kennt, darf sich zur Registrierung gerne an eine der vorgenannten Personen wenden. Im Team wird dann notwendige Hilfe individuell und bedarfsgerecht organisiert. Über die Hilfe-Aktivitäten und etwaigen weiteren Unterstützungsbedarf der Gruppe "Breitfurter Hilfe" soll zukünftig die Internetseite der AG der Breitfurter Vereine "www.Breitfurt.de" und über die facebook-Seite " Breitfurt", aber auch über die "Blieskasteler Nachrichten" und die Presse informiert werden.

In NIEDERWÜRZBACH und SEELBACH will Ortsvorsteherin Petra Linz mit dem Ortsrat für die betroffene Personengruppe Patenschaften organisieren, die in den ortsansässigen Geschäften einkaufen und die Ware nach Hause bringen. Das gilt auch für Besorgungen in der Apotheke. Dieser Service ist, mit Ausnahme der gekauften Ware, kostenlos. Mitbürgerinnen und Mitbürger von Niederwürzbach und Seelbach, die eine solche nachbarschaftliche Patenschaft übernehmen wollen und keiner Risikogruppe angehören, melden sich bitte per E-Mail (Petra.Linz59[at]web.de / pauly.harald[at]t-online.de), telefonisch (Linz: 0178/5054773 / Pauly: 0172/6519677) oder per WhatsApp bei einer der genannten Personen. Darüber hinaus werden Bürgerinnen und Bürger aus Niederwürzbach und Seelbach, die Hilfe und Unterstützung benötigen und der vorgenannten Personengruppe angehören, gebeten sich bei diesen zu melden, damit die entsprechenden Patenschaften für die nächste Zeit organisiert und ein persönlicher Kontakt hergestellt werden kann.

Artikel des täglichen Bedarfs, Lebensmittel, Getränke, Rezepte beim Arzt abholen, Arzneimittel aus Apotheken und ähnliches, alles von ortsansässigen Anbietern – das organisieren in BLIESKASTEL-MITTE Ortsvorsteher Hans-Jürgen Trautmann, Tel.: 06842 5100 800 oder 0160 8470353 sowie sein Stellvertreter Martin Dauber, Tel. 01639707026. Sie organisieren dazu bei Bedarf „Einkaufshelfer“ aus den Reihen von Ortsrat und weiteren freiwilligen Helfern. Benötigt wird auch hier lediglich ein Einkaufszettel und das dafür benötigte Einkaufsgeld. Alles andere ist „saarländische Nachbarschaftshilfe“, wobei man selbstverständlich auf die Einhaltung der nötigen empfohlenen Verhaltensregeln im Umgang miteinander achten werde, so Trautmann. Personen, die sich noch als Freiwillige Einkaufshelfer zur Verfügung stellen wollen, können sich gerne bei den genannten Personen melden. Auch die Pfarreien in Blieskastel-Mitte, Blieskastel, Alschbach und Lautzkirchen können kontaktiert werden, alle arbeiten hier zusammen.

In BIESINGEN hat die Ortsvorsteherin Anette Weinmann bereits ein Kommunikatios- und Hilfe-Netzwerk etabliert, für das man sich bei ihr anmelden kann. Über die folgenden Telefonnummern kann man nach Nennung des Namens, der Adresse und Telefonnummer die benötigten Waren des täglichen Bedarfs bestellen: Tel. (0171) 421 92 58, Annette Weinmann; Tel. (0151) 54 77 50 59, Sven Dörrenbächer; Tel. (0175) 339 72 43, Dominic Krill; Tel. (0176) 40 76 35 54 Christoph Harz; Tel. (0171) 857 99 79 Markus Gerber. Weitere Unterstützer können sich noch melden.

Wer in BLICKWEILER auf Hilfe beim Einkauf angewiesen ist und im direkten Umfeld nicht unterstützt werden kann, der kann Ortsratsmitglied Sebastian Becker anrufen und eine Einkaufsliste mit Waren des täglichen Bedarfs mitteilen. Die Einkäufe werden bei einem Nahversorger erledigt und bis an die Haustür gebracht, wobei der Service selbst kostenlos ist. Einkäufe werden jeweils am Mittwoch- und Samstagnachmittag erledigt. Ansprechpartner der Aktion ist Salih Cicekci, Telefon (0171) 174 25 34. Einkäufe und andere Besorgungen durch die Ortsratsmitglieder koordiniert in Blickweiler auch Ortsvorsteher Walter Boßlet, Tel. (06842) 2920.

Auch der Ortsrat von WOLFERSHEIM bietet bereits einen solchen Service an. Anmelden kann man sich bei Ortsvorsteher Matthias Seel, Tel. (06842) 50 74 82 oder Tel. (0175) 515 25 00, sowie auch bei den Ortsratsmitgliedern. Die Einkaufslisten laufen bei Seel zusammen, er koordiniert alles Weitere.

(ub)


Schnellübersicht Ansprechpartner (Std.: 20.03.2020)

  • Biesingen: Anette Weinmann (0171/4219258), Sven Dörrenbächer (0151/54775059), Dominic Krill (0175/3397243), Christoph Harz (0176/40763554), Markus Gerber (0171/8579979)
  • Blickweiler: Salih Cicekci (0171/1742534), Walter Boßlet (06842/2920)
  • Blieskastel-Mitte: Hans-Jürgen Trautmann, (06842/5100800 oder 0160/8470353), Martin Dauber (0163/9707026), Jutta Schmitt-Lang (06842/9219867)
  • Breitfurt: Martin Moschel (0151/12224151), Guido Freidinger (0177/3001248), Christoph Brengel (0178/3993893), Hubert Zickwolf (0176/83527750)
  • Niederwürzbach / Seelbach: Petra Linz (0178/5054773, Petra.Linz59[at]web.de), Harald Pauly (0172/6519677, pauly.harald[at]t-online.de
  • Wolfersheim: Matthias Seel (06842/507482 oder 0175/5152500)

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